CDU Stadtverband Erkelenz

Sozialticket bleibt erhalten, Ticketwesen soll verbessert werden
Sozialticket bleibt erhalten, Ticketwesen soll verbessert werden

Für großen Unmut hatte vor der letzten Plenumswoche der Plan der Landesregierung gesorgt, die Subventionen beim Sozialticket stufenweise zurück zu fahren. Die Beschwerden aus der Bevölkerung und von verschiedenen Verbänden haben hier ein Umlenken bewirkt und es werden auch im nächsten Jahr 40 Mio € hierfür bereitgestellt. Auch wir als Heinsberger Abgeordnete haben dies begrüßt.
In seiner Rede vor dem Landtag machte Verkehrsminister Hendrik Wüst folgende Angaben:
„Wir wollen das Ticketwesen in Gänze modernisieren. Wir wollen ein Azubiticket, damit Verbundgrenzen nicht die Ausbildung verhindern.Wir wollen ein landesweites E-Ticket, damit der ÖPNV attraktiver wird. Darüber, wie wir das organisieren, sind wir in Gesprächen mit denen, die die Angebote machen.
Wir wollen in Nordrhein-Westfalen dauerhaft vergünstigte Tickets für Bedürftige, wie Sie sie heute schon kennen. Entscheidend ist, was bei den Menschen ankommt. Auch aus Sicht der Betroffenen ist da noch Verbesserungsbedarf; denn in der Praxis hängt es vom Wohnort ab, ob es überhaupt ein Sozialticket gibt und zu welchen Preisen es verfügbar ist. Die Zuwendungen erhalten die Kreise, die kreisfreien Städte oder die Verkehrsverbünde, die die Zuschüsse sehr unterschiedlich verwenden.
Wir werden das Jahr 2018 für die Neuordnung des Ticketwesens nutzen und mit den Verantwortlichen die genannten Fragen im Ticketwesen offen besprechen. Unser Ziel ist dabei eine dauerhafte und zukunftsfähige Lösung für die angesprochenen Themen.
Die Gespräche mit Verbünden und Kommunen zur Einführung eines fairen und effizienten Ticketsystems sollen durch die Debatten der letzten Tage nicht belastet werden. Deshalb haben wir mit den Koalitionsfraktionen im Rahmen der Haushaltsberatungen vereinbart, den Ansatz für das Sozialticket wieder auf 40 Millionen € anzuheben und den dauerhaften Bestand des Sozialtickets sicherzustellen — auch für die Folgejahre und weiterhin mit der Unterstützung des Landes.
Wenn wir das Ticketwesen in Summe anders aufstellen, ist das gut für die Nutzer insgesamt — auch für die Bedürftigen, aber nicht nur für sie. Ein einfaches Ticketsystem macht den ÖPNV attraktiver. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diese Fragen zu klären. Alle Maßnahmen, die den ÖPNV attraktiver machen, bieten auch die Chance, Pendlerströme anders zu verteilen.  Politik muss auch mal einen Fehler korrigieren können. Unser Eindruck war, dass das in dieser Frage angezeigt war. Deswegen haben wir das gemacht.“

Bernd Krückel, Thomas Schnelle
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