CDU Stadtverband Erkelenz

Veranstaltung “Ehrenamt und Sport“ mit Staatssekretärin Andrea Milz
Zahlreiche Teilnehmer konnte die Vorsitzende der FU im GV Gangelt / Selfkant / Waldfeucht, Dagmar Ohlenforst zur Veranstaltung “ Ehrenamt und Sport “ mit Staatssekretärin Andrea Milz im Mercator Hotel begrüßen. Ein besonderer Gruß ging an den Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Bernd Krückel und an den Bürgermeister Bernhard Tholen.

Das Ehrenamt sei eine wichtige und fast unverzichtbare Stütze der Gesellschaft und der sogenannte Wermutstropfen bei der ganzen Thematik sei die Tatsache, dass die Arbeit unserer Ehrenamtler stetig erschwert würde durch sich ändernde Auflagen oder Mangel an potentiellen Nachfolger, so die Vorsitzende.

Staatssekretärin Milz griff die Thematik in ihrem folgenden Beitrag auf und berichtete über die neue Datenschutzverordnung, die am 25.5.2018 in Kraft treten soll, beruhigte aber zugleich, dass man auf Landesebene dabei sei einen Servicepool einzurichten, um zur Entlastung der Ehrenamtler beizutragen und so die Freude am Ehrenamt nicht weiter durch Bürokratie zu trüben. Mit der Zuordnung des Ehrenamtes an die Staatskanzlei habe dieses eine deutliche Aufwertung erfahren. Ihr gehe es darum mit allen Beteiligten ins Gespräch zu kommen, bewährte Strukturen zu stärken und neue Themen anzugehen wie ‘ digitales Ehrenamt ‘, Förderung ohne Bürokratie oder das bürgerliche Engagement einmal etwas ganzheitlicher zu denken.Anschließend gab die FU-Vorsitzende Dagmar Ohlenforst das Wort an die zahlreichen Gäste weiter, die interessiert mit Fragen und Ausführungen zu ihren eigenen Problematiken und Fragen in die Diskussionsrunde starteten. Es wurde sowohl über Ehrenamt in Sportbereichen, als auch über Ehrenamt in klassischen Vereinen gesprochen. Staatssekretärin Milz erklärte auf Nachfrage das Prinzip der sogenannten „Ehrenamtskarte“. Inhaberinnen und Inhaber der Ehrenamtskarte können in allen teilnehmenden Kommunen zahlreiche attraktive Vergünstigungen in Anspruch nehmen. Dazu gehören reduzierte Eintrittspreise für Museen, Schwimmbäder und andere öffentliche Freizeiteinrichtungen sowie Vergünstigungen bei Volkshochschulkursen, in Kinos, in Theatern usw. Mit der Ehrenamtskarte möchten die Landesregierung und die teilnehmenden Kommunen ihre Wertschätzung gegenüber den Menschen ausdrücken, die sich in überdurchschnittlichem zeitlichem Umfang ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren. Die Landesregierung unterstützt das Programm mit eigenen Vergünstigungen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit und der fachlichen Begleitung der Kommunen. Auch die Kommunen gewähren Vergünstigungen für zahlreiche öffentliche Angebote, und sie werben bei privaten Anbietern um deren Beteiligung am Programm. Beantragen kann man diese bei seiner Kommune, wenn diese am oben erklärten System teilnimmt. Frau Milz verdeutlichte in diesem Zusammenhang erneut, dass es hierbei nicht auf den materiellen Wert der Karte ankommt, sondern auf die Wertschätzung, die den Inhabern dadurch entgegengebracht werden soll. Denn an dieser Wertschätzung mangelt es in der heutigen Zeit oftmals. Ohne Ehrenamtler würde vieles nicht so funktionieren, wie es in der heutigen Zeit läuft. Frau Milz erklärte, dass es gerade dahingehend wichtig sei, eine regelrechte „Personalplanung“ in dieser Hinsicht zu betreiben. Ein Vorschlag eines Zuhörers wurde dabei von ihr gelobt. Dieser gab an, die Vorstandsarbeit in seinem Verein in einzelne Pakete aufzuteilen, umso die Arbeit als solche zu veranschaulichen und zu verteilen. Frau Milz erklärte, dass gerade junge Leute meist überfordert seien, da ihnen am Anfang zu viel zugemutet werden würde. Das wäre ein großer Fehler. Die Gäste berichteten von Problemen der ehrenamtlichen Arbeit in Sportvereinen, Heimatvereinen, Schützenvereinen und auch Musikvereinen. Ein großes Thema war zudem der Schwimmbereich, da heutzutage ca. 70 % der Grundschüler Nichtschwimmer seien. Frau Milz ging auf die Sachverhalte ein und versuchte Hilfestellungen dahingehend zu geben. Sie erklärte auch, dass dieses Jahr erstmalig mehr Geld für Vereine zur Verfügung gestellt wurde. Das sogenannte „1000 x 1000,00 € - Projekt“ konnte beispielsweise dadurch auf ein 2000 x 1000,00 € - Projekt“ erhöht werden. Zudem wünscht sie sich, dass in den einzelnen Kommunen auch Hilfestellungen gegeben werden, damit Ehrenamtler sich mit all den Auflagen und Probleme, beispielsweise mit der aktuellen Problematik des Datenschutzes, nicht alleine gelassen fühlen müssen. Weiterhin sei es auch Aufgabe der jeweiligen Bürgermeister, als gutes Vorbild voranzugehen und die Arbeit zu schätzen. Am Schluss der Veranstaltung bedankte sich Dagmar Ohlenforst bei Frau Milz für Ihren Besuch ganz herzlich und überreichte Ihr im Namen der Frauenunion GaSeWa einen Präsentkorb, der klassischerweise für Frau Milz mit Wolle befüllt war. Diese freute sich sehr darüber. Durch Ihre offene und sympathische Art nahm sie vielen die vorhandene Hemmschwelle, sodass das Feedback der Gäste zum Vortrag und anschließender Diskussionsrunde sehr positiv ausfiel.

Vera Dammers
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