CDU Stadtverband Erkelenz

CDU-Programm für den Kreis Heinsberg

Bildung im Kreis Heinsberg

Die Nähe zu den Hochschulstandorten Aachen, Mönchengladbach, Düsseldorf und Köln muss dazu genutzt werden, mittlere und kleine Betriebe aus dem Bereich der Zukunftstechnologien einschließlich der Bio- und Gentechnologie anzusiedeln. Schon jetzt müssen durch geeignete Maßnahmen und unter Beibehaltung der anerkannten Grundsätze der Ethik in der Bevölkerung vorhandene unbegründete Ängste durch objektive Information abgebaut und damit ein ansiedlungsfreundliches Klima geschaffen werden. Die Arbeit der Transferstellen der RWTH und der FH Aachen im Kreis Heinsberg (Regionalstellen) im Bereich des Technologietransfers hat sich bewährt und muss weitergeführt werden. In der Zusammenarbeit mit der AGIT muss die besondere Situation der Kreises Heinsberg eine stärkere Berücksichtigung finden, indem die Interessen des Kreises Heinsberg in den Entscheidungen der Organe der AGIT mit gleicher Priorität beachtet werden. Dies gilt auch für die Regionalkonferenz und ähnliche Entscheidungsgremien in der Region. Die Attraktivität unseres Kreises für neue Unternehmen hängt nicht unerheblich vom Bildungsangebot im Kreis sowie vom Ausbildungsstand der potentiellen Arbeitskräfte ab. Neben dem breiten Angebot allgemeinbildender Schulen in unserem Kreis kommt den Berufsbildenden und kaufmännischen Schulen besondere Bedeutung zu. Eine ortsnahe Beschulung ist weitgehend realisiert und muss auch in Zukunft gewährleistet werden. In enger Abstimmung mit der Arbeitsverwaltung und den Betrieben und Trägern von Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen sollte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) mit darauf hinwirken, dass im Kreis Heinsberg ein bedarfsgerechtes Angebot an Arbeitskräften in allen Qualifizierungsstufen entwickelt wird, einschließlich der Förderung von Frauen z. B. bei der Wiedereingliederung in den Beruf. Das duale Ausbildungssystem setzt aber auch ein ausreichendes Lehrstellenangebot voraus. So fordern wir die Arbeitgeber auf, auch weiterhin Ausbildungsplätze bereitzustellen, ggf. auch über den derzeitigen Eigenbedarf hinaus. Ziel unserer Bemühungen muss vorrangig aber eine Erhöhung der Zahl der Lehrstellenanbieter sein, denn es gilt: keine Betriebe = keine Lehrstellen!

Dienstleistung im Kreis Heinsberg

Wir haben keine Angst vor Dienstleistung. Neben der Ansiedlung von klassischen Gewerbe- und Industriebetrieben eröffnet der Dienstleistungssektor ein weiteres Feld zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Die (in Deutschland leider weit verbreitete) Diffamierung der Dienstleistung als letztlich minderwertige Tätigkeit hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun und verkennt die dynamische Entwicklung in diesem Bereich. Der Dienstleistungssektor bietet für Arbeitnehmer aller Qualifikationsstufen ein breites Spektrum. Wir wollen diese Entwicklung nutzen. Auch für höchstwertige Dienstleistung wie im Bereich der Datenverarbeitung, der Telekommunikation u. a. ist der Kreis Heinsberg mit seiner Nähe zu den Hochschulen und seiner geographischen Lage ein nahezu idealer Standort, denn der rasante Fortschritt in der Informationstechnologie wird es entsprechenden Firmen ermöglichen, sich auch in ländlichen Regionen anzusiedeln. Diese Chancen gilt es zu nutzen. Der Kreis und seine Städte und Gemeinden sollten alle Möglichkeiten ausnutzen, privatisierbare Leistungen an private Unternehmen abzugeben, um damit Kosten zu senken und so einen direkten Beitrag zur Wirtschaftsförderung zu leisten.

Kreis Heinsberg in Europa

Der Kreis Heinsberg konkurriert in seiner besonderen Lage auch mit niederländischen Standorten. In diesem Zusammenhang sind grenzüberschreitende gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung des Wirtschaftsraumes Kreis Heinsberg zu fördern. Dazu bedarf es gesetzlicher Regelungen, auf deren Durchsetzung die Abgeordneten des Kreises Heinsberg in Bund und Land hinwirken müssen. Der Kreis Heinsberg muss auch in den kommenden Jahren von Land, Bund und EU bevorzugt gefördert werden, um die Umstrukturierung weiter erfolgreich fortsetzen und den Standortvorteil in Bezug auf den EU - Binnenmarkt tatsächlich nutzen zu können.

Tourismus im Kreis Heinsberg

Eine Chance für den Kreis Heinsberg liegt auch im Tourismus, besonders im Bereich der Naherholung. die schon gegründete Initiative Heinsberger Tourist-Service e. V. muss die Unterstützung aller Städte und Gemeinden erfahren. Das touristische Angebot muss allerdings durch Anlage weiterer Reit-, Wander- und Radwanderwege, durch attraktive Freizeiteinrichtungen, durch Gastronomie und Hotelerie verbessert werden. Gleichzeitig verbessert sich damit der Freizeitwert des Kreises und der Standort wird insgesamt auch für Industrie und Gewerbe attraktiver. Als Region zwischen zwei großen Oberzentren mit hohem Bedarf an Raum für Naherholung ergeben sich für Investoren gute Perspektiven. Schlafkreis nein; Tourismus ja! Die Erschließung unserer schönen Landschaften für den Naherholungs-, Seminar- und Sporttourismus muss eine gemeinsame Aufgabe des Kreises, der Städte und Gemeinden sein. Initiativen privater Investoren müssen unvoreingenommen geprüft werden. Infos zur Freizeitregion Heinsberg entnehmen Sie bitte dem Online-Angebot www.hts-info.de

Verkehr im Kreis Heinsberg

Verkehrsinfrastruktur verbessern. Der Siemens- und der QVC-Ansiedlung müssen weitere Industrie- und Gewerbeansiedlungen folgen. Dazu stehen geeignete Flächen zur Verfügung oder können neu ausgewiesen werden. Eine optimale Verkehrsanbindung ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Vermarktung dieser Flächen. Unser Kreis hat eine dreipolige Struktur: der Norden ist dem Wirtschaftsraum Düsseldorf/Mönchengladbach, der Süden dem Raum Aachen zugewendet. Dem Westen bieten sich Chancen im niederländischen Raum. Dem muss die weitere infrastrukturelle Erschließung unseres Kreises Rechnung tragen: neben der B221 in Nord/Süd-Richtung muss in Ost/West-Richtung über die umgehende Realisierung einer qualifizierten Straße die Anbindung der A 46 an das niederländische Straßennetz erfolgen. Durch die A 46 hat sich die Verkehrsanbindung des Kreises Heinsberg bereits wesentlich verbessert. Nur durch deren Anbindung an das niederländische Fernstraßensystem können wir alle Chancen nutzen, die sich aus der Grenzlage des Kreises zu den Niederlanden und seiner zentralen Lage im europäischen Binnenmarkt ergeben. Der Weiterbau der B221 muss zügig vorangetrieben werden. Die Anbindung des Industriegebietes Lindern, eines der landesweit wenigen Gelände für Großprojektansiedlungen, an das Fernstraßensystem über die K 5n ist Voraussetzung für dessen Marktfähigkeit. Die Auseinandersetzungen um Trassenführungen dürfen diese Projekte nicht in ihrer Substanz gefährden, Kirchtumsdenken muss aufhören. Ein Scheitern träfe den Kreis im Ganzen und brächte seinen Bürgern in der Gesamtheit nicht wiedergutzumachenden Schaden. Auch durch die Förderung des ÖPNV einschließlich des SPNV (Schiene) und eine optimierte Anbindung des Kreises Heinsberg an Aachen, Köln, Mönchengladbach, Düsseldorf sowie an die niederländischen Systeme wird die Infrastruktur verbessert. Die Möglichkeiten, die das Regionalisierungsgesetz im ÖPNV und im SPNV bietet, ist konsequent für den Kreis Heinsberg zu nutzen und umzusetzen. Hierbei ist besonders die Erhaltung, Verbesserung, gegebenenfalls Reaktivierung von Schienenstrecken zu untersuchen. Das für den AVV zu erarbeitende Gutachten im SPNV muss neben der Innenstadt Aachen die besondere Situation des Kreises Heinsberg mit vorhandenen Stichstrecken zur Hauptbahn berücksichtigen und Aussagen zu technischen Lösungen und Folgekosten machen. Umsteigefreie Verbindungen zu den Oberzentren müssen das Ziel sein. Der straßengebundene ÖPNV ist den Bedürfnissen entsprechend auszubauen und anzupassen, um attraktive Angebote zu schaffen, die eine echte Alternative zum MIV (Pkw) sind. Diese Verbesserungen lassen nicht nur Wirkungen im ÖV erwarten sondern beeinflussen direkt die Bereiche Wohnumfeld und den Standort Kreis Heinsberg für die Wirtschaft. Infrastrukturell kommt besonders der kommunalen Verkehrsplanung ein entscheidender Beitrag zu. Die innerörtliche Verkehrsplanung muss sowohl den Ansprüchen der Kunden, des Handels und der Gewerbetreibenden sowie der Wohnbevölkerung gerecht werden. Standortvorteile Umwelt und Ausbildung müssen genutzt werden. Die weitgehend intakte Umwelt und die im Vergleich mit den Ballungszentren niedrigen Preise für Immobilien sind wichtige Standortfaktoren.

Wirtschaft im Kreis Heinsberg

Die wirtschaftliche Entwicklung des Kreises Heinsberg ist abhängig von den Rahmenbedingungen, die im Zusammenhang mit der Stadtortsicherungsdiskussion und der Diskussion um den Umbau des Sozialstaates derzeit kritisch beleuchtet werden und ggf. neu gesetzt werden müssen. In diesem Rahmen muss der Kreis Heinsberg seine Chancen gegen andere Standorte wahrnehmen und ausbauen. Die Wirtschaftsansiedlung sowie die Bestandssicherung für Betriebe und Gewerbe in unserem Kreis erfolgt in Konkurrenz zu anderen Regionen und erfordert innerhalb des Kreises die solidarische Zusammenarbeit aller Beteiligten und die Bündelung aller Kräfte. Auch im Kreis und in den Kommunen kann Politik nur Rahmenbedingungen schaffen, die die Chancen auf Ansiedlung von Industrie und Gewerbe erhöhen sowie den Bestand der vorhandenen Gewerbe und Betriebe sichern helfen. durch geeignete Maßnahmen kann die Attraktivität unseres Standortes weiter verbessert werden und den Interessenten bewusst gemacht werden. Mit der Einstellung der Kohleförderung bei Sophia Jacoba geht eine Ära zu Ende. Wir bedauern diesen schmerzlichen Einschnitt. Der Steinkohlebergbau im Aachener Revier ist Geschichte. Unsere Aufgabe liegt aber nicht in der trauernden Rückschau. Wir müssen unsere Zukunft gestalten Wirtschaftsförderung ist auch Psychologie. Eine rückwärtsgewandte, eine skeptische oder pessimistische Beurteilung unserer Lage, ein Herunterreden unseres Standortes ist wenig geeignet, Interessenten auf die guten Möglichkeiten in unserem Kreis aufmerksam zu machen. Eine optimistische Einstellung zu unserer Zukunft in unserem Kreis und eine entsprechende Darstellung sind gefordert. Unser Blick geht nach vorne. Die Eröffnung des Siemens-Testgeländes auf dem ehemaligen Flughafen Wildenrath ist ein Aufbruchsignal in eine neue wirtschaftliche Zukunft für unseren Kreis. Der Kreis Heinsberg ist nicht die Schlafregion für die umgebenden Ballungszentren - und er darf es auch nicht werden!

Die WFG stärken, die Regulierungsdichte vermindern
Der WFG kommt dabei eine entscheidende Rolle zu, die es weiter zu stärken gilt. Die WFG muss als zentrale Marketingorganisation des Wirtschaftsstandortes Kreis Heinsberg das Produkt Kreis Heinsberg nach allen Regeln eines modernen Marketings unter Nutzung modernster Informationstechnologien , durch das Angebot von Finanzierungsinstrumentarien, wie beispielsweise "Public Leasing" u. a. präsentieren. Dazu muss sie räumlich, technisch und personell entsprechend ausgestattet werden. In enger Zusammenarbeit mit Kreis, Städten und Gemeinden ist sie die unabhängige, neutrale Informationszentrale für die Gewerbe- und Industriegebiete in unserem Kreis, die dem Interessenten den für seine Zwecke geeignetsten Standort anbietet und vermittelt. Auf der Grundlage des schon bestehenden Gewerbeflächenkonzeptes des Kreises ist in Zusammenarbeit mit der WFG dessen Fortentwicklung zu einem gemeinsamen Flächenmanagement anzustreben. Schnelle Abwicklung von Genehmigungsverfahren ist ein wesentlicher Standortvorteil. Zur Zeit ist die Attraktivität deutscher Standorte in dieser Hinsicht gegenüber unseren europäischen Nachbarn deutlich geschwächt. Die WFG mit ihren guten Kontakten zu Verwaltungen und Behörden muss zur größtmöglichen Verkürzung der Genehmigungsverfahren beitragen. Land und Bund bleiben aufgefordert, durch Abbau der Regulierungsdichte deutsche Standortvorteile zu beseitigen. Daneben steht die nachhaltige zu unterstützende Forderung der CDU NRW, Genehmigungsverfahren auch dadurch zu verkürzen, dass der Wildwuchs an Mittelinstanzen sowie Landesober- und Sonderbehörden zurückgeschnitten wird und zusätzliche Kompetenzen auf die Kreise verlagert werden. Auch die Doppel- und/oder Mehrfachzuständigkeiten auf den unteren Verwaltungsebenen müssen beseitigt werden. Die Mandatsträger unseres Kreises sind aufgefordert, entsprechende Initiativen zu ergreifen. Zusammen mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft sind die Organe des Kreises diejenigen, die die notwendigen, vielfältigen Aktivitäten koordinieren. Der Kreis, dessen Funktion zu unrecht aber leider allzu häufig dem Bürger nicht klar ist, kann als Promotor der wirtschaftlichen Entwicklung unseres Kreises seinen Platz auch im Bewusstsein seiner Bürger finden.

Gewerbe- und Industrieflächen schaffen und gestalten
Um auf konkrete Ansiedlungswünsche flexibel reagieren zu können, bedarf es dringend einer Ausweitung und Erschließung von Standorten über den schon bekannten Tagesbedarf hinaus, und zwar in den verschiedenen Bereichen, für die im Kreis Heinsberg Entwicklungschancen bestehen. Die Attraktivität unserer Gewerbe- und Industriegebiete kann noch verbessert werden, z. B. durch ansprechende Gestaltung und über die normale Verkehrs- und Versorgungsanbindung hinausgehende infrastrukturelle Maßnahmen, wie die Errichtung zentraler Einrichtungen, Gastronomie u. a. m.. Bei der Belegung der Gewerbe- und Industriegebiete muss auf Unvereinbarkeiten verschiedener Industrien und Gewerbe sowohl innerhalb des Gewerbe- bzw. Industriegebietes als auch in Bezug auf den Standort innerhalb des Kreises geachtet werden. Dies erhöht die Akzeptanz eines Gebietes sowohl bei den Interessen als auch bei der Wohnbevölkerung. So stellt der Kreis Heinsberg seiner Struktur nach kein einheitliches Gebiet dar. Eher ländlich geprägte Gebiete stehen neben mehr industriell oder gewerblich geprägten. Auch diesem Umstand muss eine gute Industrie- und Gewerbeansiedlung Rechnung tragen. Ein gutes Beispiel ist die Überführung des Flughafens Wildenrath in das Testgelände der Firma Siemens.

Verantwortung der Kreditinstitute
Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen die gemeinsamen Anstrengungen von Kreis, Städten, Gemeinden, Wirtschaftsförderern und Unternehmern nicht nachlassen, Selbständigkeit zu fördern, neue Betriebe, Gewerbe und Dienstleistung im Kreis anzusiedeln bzw. zu gründen und den Bestand der vorhandenen zu sichern.

Unternehmer müssen wieder unternehmen wollen und können
Die Kreditinstitute im Kreis haben in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung und Verantwortung. Die eingeschlagenen Wege, bei Firmen- und Existenzgründungen und innovativen Erweiterungen auch Ideen zu finanzieren, die nicht dinglich gesichert sind, müssen weiter ausgebaut werden. Finanzierungsmodelle wie Risikokapitalfonds -venture capital -u.ä. müssen auch auf unseren Kreis bezogen möglich werden.

 

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